Kollektives Arbeitsrecht

Unter dem Begriff des kollektiven Arbeitsrechts versteht man das Recht der arbeitsrechtlichen Koalitionen, also Gewerkschaften, Betriebsräte und Arbeitgeberverbände.

Zum kollektiven Arbeitsrecht gehören das Tarifvertragsrecht, das Betriebsverfassungsrecht sowie das Arbeitskampfrecht.

Hier stehen sich – im Gegensatz zum Individualarbeitsrecht – nicht die einzelnen Personen (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) gegenüber, sondern die Arbeitnehmer als Kollektiv in Form eines Betriebsrates oder einer Gewerkschaft. Es lassen sich zwei Ebenen unterscheiden:

  • Die überbetriebliche Ebene
  • Die betriebliche Ebene

 

Die überbetriebliche Ebene

Auf der überbetrieblichen Ebene stehen sich Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften gegenüber. Sie verhandeln und schließen Tarifverträge für die jeweils vertretene Gruppe, also die Gewerkschaft für die in ihr organisierten Arbeitnehmer und die Arbeitgeberverbände für die in ihm organisierten Arbeitgeber (Konzerne und Unternehmen). Hier ist maßgebliches Gesetz das Tarifvertragsgesetz. Auch das Arbeitskampfrecht ist hier regelmäßig anzutreffen.

Die betriebliche Ebene

Auf der betrieblichen Ebene stehen sich Arbeitgeber und Betriebsrat gegenüber. Der Betriebsrat ist als Interessenvertretung der Arbeitnehmer Verhandlungspartner des Arbeitgebers und schließt für die Arbeitnehmer Betriebsvereinbarungen. Er muss auch bei geplanten Kündigung oder Umstrukturierungen im Betrieb beteiligt werden. Das maßgebliche Gesetz ist das Betriebsverfassungsgesetz.

Neben diesen Gesetzen sind wesentliche Gesetze auch:

  • Wahlordnung (WahlO)
  • Sprecherausschussgesetz